Der Weg der Leeren Hand

Karate
Im Training
KARATE bzw. KARATE DO ist eine asiatische Kampfkunst, dessen Anfänge bis etwa 500 Jahre n.Chr. zurückreichen. Der Ursprungsort ist allerdings nicht, wie oft angenommen, JAPAN sondern das damals unabhängige Königreich OKINAWA. Beeinflusst von chinesischen Kampfkünsten entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Selbstverteidigungsform, die zuerst den Namen TODE (Chinesische Hand) trug. Das Schriftzeichen TO (China, chinesisch) kann auch KARA ausgesprochen werden. Die Bedeutung bleibt allerdings unverändert. Erst im 20. Jhd. wurde entschieden die Bedeutung "Leer" für KARA zu verwenden. KARATE DO bedeutet demnach: "Der Weg der leeren Hand".

Der Aspekt der "Leere" bezieht sich sowohl auf die waffenlose Ausführung von KARATE, wie auch auf die ZEN-Buddhistische Geisteshaltung, die tief im KARATE verwurzelt ist.
Erst 1922 führte Meister GICHIN FUNAKOSHI KARATE in JAPAN ein. Dadurch wurde KARATE in der ganzen Welt verbreitet und es entwickelte sich der heutige Kampfsport mit dem entsprechenden Regelwerk.

KARATE ist allerdings nicht gleich KARATE, denn es gibt viele verschiedene Stilrichtungen. Die verbreitetsten Stile sind GOJU-RYU, KYOKUSHINKAI, SHORIN-RYU, SHITO-RYU, WADO-RYU und SHOTOKAN. In unserem Verein wird die Stilrichtung SHOTOKAN unterrichtet. SHOTO war der Spitzname von Meister GICHIN FUNAKOSHI und bedeutet: "Das Rauschen in den Kiefern". KAN heißt übersetzt "Halle". SHOTOKAN ist also "Die Halle der rauschenden Kiefern". Diese Bezeichnung rührt daher, da ursprünglich die Haupttrainingshalle diesen Namen trug.
Karate
Gichin Funakoshi

Das KARATE-Training besteht neben gymnastischen Übungen u.a. für Kondition, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer aus drei Basiselementen: KIHON, KATA und KUMITE

Synchron-Kata
Synchron Kata
KIHON stellt das Erlernen und Üben von so genannten Grundschul-Techniken, mit entsprechenden Stoß-, Schlag-, Tritt- und Abwehr-Kombinationen, dar.
Die KATA (Form) ist eine genau festgelegte Abfolge verschiedener Angriffs- und Abwehrtechniken, deren Ausführung einen Kampf gegen imaginäre Gegner darstellen soll.

Beim KUMITE (Freikampf) wird die Anwendung der erlernten Techniken im freien Kampf praktiziert. Hier versuchen und üben zwei Kämpfer wertbare Techniken anzubringen, wobei die Kriterien so gelegt sind, dass Verletzungen des Kampfpartners ausgeschlossen sind. Die KATA ist, wie das KUMITE, auch eine Wettkampfdisziplin.
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